Monday, November 24. 2008VATM, Wirtschaftsministerium und Städte- und Gemeindebund: Breitband kommt aufs Land
Es gibt sie noch - die weißen Flecken in der Versorgung mit breitbandigem Internet in Deutschland. Trotz vieler verfügbarer Alternativen gibt es Regionen in Deutschland, in denen weder Kabel noch Funk noch DSL angekommen sind. Den betroffenen Bewohnern droht der verpasste Anschluss, den Gemeinden die massive Abwanderung von Wirtschaft und Arbeitnehmern. Wie soll man dem entgegenwirken? Mit System, sagt jetzt eine neue Initiative.
Der deutsche Städte- und Gemeindebund hat in Kooperation mit dem Branchenverband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) und dem Bundeswirtschaftsministerium jetzt eine groß angelegte Initiative beschlossen, die mit vereinten Kräften mehr System und Übersicht in die Erschließung der weißen Flecken bringen soll; und die so am Ende in kurzer Zeit Breitband für alle bringen soll. Initiativen, mehr Menschen in Deutschland an DSL und ähnlich schnelle Netzzugänge zu bringen, sind nicht neu. Der neue Versuch hat aber einen sehr praktischen Ansatz: Gemeinden werden befragt, wie die Anbindung bei ihnen genau ist. So soll eine zentrale Datenbank mit Rahmendaten entstehen. Bisher ist der Ausbau des Netzes nach Ansicht des VATM auch an dem Kosten- und Zeitaufwand gescheitert. Der ist mit zentral erfassten, genauen Daten erheblich geringer. Mehr Klarheit soll also der nächste Schritt zum Ausbau des Breitbandnetzes in Deutschland sein. Der Ansatz scheint auf ein positives Echo zu stoßen: In einem Pilotprojekt in Rheinland-Pfalz haben sich Dreiviertel der befragten Kommunen tatsächlich mit Angaben gemeldet. Der VATM glaubt, dass binnen einen Jahres nach dem Start der Datenbank die letzten weißen Flecken verschwunden sein könnten. Monday, November 17. 2008Congstar: DSL kommt jetzt auch mit FritzBox
Die FritzBox ist für viele der Inbegriff des Routers und DSL-Modems. Die kleinen Multifunktionsgeräte gibt es bei vielen DSL-Anbietern im Paket mit dem Tarif. Bei Congstar war es bis vor kurzem anders. Wer dort DSL-Kunde wurde, konnte sich nur für eine DSL-Box mit Congstar-Branding entscheiden. Nun gibt es auch die FritzBox WLAN 7170 zum Paket dazu. Die Box kostet zwar extra, ist aber immer noch deutlich günstiger, als im Handel.
Wie teuer die FritzBox WLAN 7170 im Paket mit Congstars DSL-Tarif wird, richtet sich nach der Mindestlaufzeit des Vertrags. Will der Kunde keine Mindestvertragslaufzeit in Kauf nehmen, dann bezahlt er 99,99 Euro. Das ist immer noch deutlich unter dem Ladenpreis. Richtig sparen können Neukunden aber, wenn sie sich für 24 Monate an Congstar binden. Für das Treueversprechen wird der Preis der FritzBox 7170 auf 49,99 Euro gedrückt. Die Einführung von AVMs anspruchsvoller FritzBox ist keine Kleinigkeit: Die 7170 dient als vollwertige VoIP-Telefonanlage, ist ein WLAN-Router, der den ganzen Haushalt drahtlos ins Netz bringt und punktet mit hohen unterstützten Datenraten oder Extras wie dem USB-Hostanschluss, an dem Nutzer noch eine Festplatte oder einen Drucker ins Netzwerk integrieren können. Wem DSL ohne Extras reicht, der kann natürlich nach wie vor zur DSL Box von Congstar greifen. Die gibt es bei der Vertragsbuchung ohne Mindestlaufzeit für 49,99 Euro. Mit 24 Monaten Laufzeit ist sie umsonst. Monday, November 10. 2008Kabel-Internet - Weit über 100 Mbit dank Docsis 3.0
Breitband ist nicht gleich Breitband. Startete DSL in Deutschland noch vor wenigen Jahren mit Geschwindigkeiten unter einem Mbit, sind jetzt dreistellige Mbit-Raten und vielleicht sogar Gigabit-Speed in Reichweite gerückt. Kabel-TV-Unternehmen sind nach Ansicht eines Branchenverband-Chefs in der Lage, demnächst auch Geschwindigkeiten von mehreren 100 Mbit pro Sekunde umzusetzen. In der Infrastruktur müsse sich dafür nicht viel ändern.
Der Impuls kam aus der Schweiz: Der Chef des Branchenverbandes Swisscom sagte auf einer Tagung, mit HFC seien Kabel-TV-Unternehmen gut auf die Zukunft eingestellt. Hinter dem Kürzel verstecken sich Hybrid-Fiber-Coax-Netze, also ein Netzwerk, das zu großen Teilen aus Glasfaserkabeln und nur im Endanschluss aus Kupferkabeln besteht. In diesem Netz hat auch Kabel Deutschland bereits bewiesen, was möglich ist. Mit dem Übertragungsstandard Docsis 3.0 hat der Konzern in Testläufen in Hamburg tatsächlich Übertragungsgeschwindigkeiten über 100 Mbit/s umgesetzt. Die Technik für Internet in ganz anderen Geschwindigkeiten ist also schon da. Wenn die Nachfrage stimmt, dann sollen aus der Idee schon bald Angebote mit entsprechenden Übertragungsgeschwindigkeiten wachsen. Bis zu 5 Gigabit sollen die Bandbreiten sein, die mit Docsis 3.0 theoretisch erreicht werden können. Dass Deutschland technisch gut aufgestellt sei, hat Kabel Deutschland der Nachrichtenseite Golem erklärt. Das deutsche Kabelnetz sei stark standardisiert, sei besser geplant und aufgebaut als anderswo. Bleibt zu hoffen, dass den Ankündigungen bald auch gute, schnelle Angebote folgen.
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