Wednesday, January 28. 2009100 Mbit für die Mehrheit der Deutschen noch 2009?
Mit dem Konjunkturpaket II nimmt die Bundesregierung eine wichtige Herausforderung an: die Vollversorgung Deutschlands mit Breitband- Internet. Wie die großen Investitionen genau angelegt werden, wird erst im Februar feststehen. In den Streit, wie das am besten geschieht, mischt sich nun die ANGA, der Verband deutscher Kabelnetzbetreiber, ein. Beeindruckende Behauptung des Verbandes: Man könnte bis zur Jahresmitte 60 Prozent der deutschen Haushalte mit 100 Mbit/s anschließen.
In manchem schlecht angeschlossenen Gebiet ist man dankbar, wenn man überhaupt die Megabit-Grenze knacken kann. Bei den Kabelnetzbetreibern hält man für den Großteil der Haushalte das Hundertfache für möglich. Kontinuierlich werde das eigene Netz ausgebaut, allein 2009 sollen dafür aus eigener Tasche 700 Millionen Euro investiert werden. Mit der Einführung des schnelleren Standards zur Datenübertragung DOCSIS 3.0 seien dann Bandbreiten um 100 Mbit/s kein Problem. Die Ziele der Bundesregierung richten sich natürlich nicht nach der Mehrheit der Deutschen, die jetzt schon Internet in Breitband- Geschwindigkeiten zu Hause empfangen können. Bis 2018 soll für alle Haushalte in Deutschland mindestens 50 Mbit/s möglich sein, so das offizielle Ziel. Hier setzt nun auch Kritik der ANGA an. Die Bundesregierung solle aufpassen, dass nicht einseitig in DSL investiert werde, und dass nicht dort investiert werde, wo ohnehin die Netze schon ausgebaut werden. Monday, January 12. 2009VDSL ohne Telekom: Marktöffnung für Highspeed-Internet zur Cebit?
Die Telekom arbeitet mit der Konkurrenz zusammen an einem Ausbau des VDSL-Netzes. Bisher ist das Highspeed-DSL in 50 deutschen Städten verfügbar. Aber den weiteren Ausbau kann ein Unternehmen allein kaum schultern, und so verhandelt die Telekom mit mehreren Konkurrenten über einen gemeinsamen Ausbau. Weil die Zeit drängt, will man schon zur Cebit im März Ergebnisse vorweisen können.
Das Handelsblatt berichtet, dass die Telekom unter Hochdruck mit Konkurrenzunternehmen verhandelt, damit gemeinsam das VDSL-Netz ausgebaut werden kann. Die Bundesnetzagentur und andere Highspeedtechnologien wie Fernsehkabel sorgen dafür, dass die Zeit drängt. Erreicht die Telekom keine Einigung bis zur Cebit, dann könnte die Bundesnetzagentur verpflichtende Regelungen vorgeben - eine Lösung, mit der nach Informationen des Handelsblatt niemand zufrieden wäre. In Schleswig Holstein und Augsburg sind die Gespräche weit gediehen. Ewetel und Mnet sind die regionalen Anbieter, mit denen die Telekom laut Handelsblatt über den gemeinsamen Ausbau verhandelt. Offiziell äußern sich die Konzerne allerdings nicht zu den gemeinsamen Plänen. Eine Zusammenarbeit ist zumindest in Anfängen schon beschlossen: In Heilbronn und Würzburg arbeiten Telekom und Vodafone zusammen an dem Ausbau des VDSL-Netzes. Mit VDSL wird eine ganze Reihe von Übertragungstechniken auf DSL- Basis bezeichnet. Den Anschlüssen gemeinsam sind die besonders hohen Geschwindigkeiten. Bis zu 50 Mbit werden den Kunden aktuell geboten, theoretisch möglich sind bis zu 200 Mbit.
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