Wednesday, October 29. 2008E-Plus - mit drahtlosem Breitband aufs Land?
Die mangelhafte Anbindung ländlicher Gegenden an das Internet ist ein leidiges Thema. Noch immer ist in vielen Regionen Deutschlands mit niedriger Bevölkerungsdichte schnelles Internet Fehlanzeige. Thorsten Dirks, Geschäftsführer von Mobilfunkanbieter E-Plus, will auch das Land mit schnellem Internet versorgen - und zwar drahtlos. Er schlägt vor, freie Rundfunkfrequenzen für die Übertragung der Daten zu nutzen.
Nicht alle Frequenzen, die den Rundfunkanstalten zur Verfügung stehen, sind auch belegt. Die freien Bereiche könnten zur schnellen Datenübertragung genutzt werden - so der Vorschlag Dirks in einem Die Welt-Interview. Er weist den Landesmedienanstalten die Verantwortung zu, die Frequenzen verfügbar zu machen. Der Vorteil dieser Frequenzen wäre, dass sie eine deutlich größere Reichweite als UMTS hätten. Damit wäre die großflächige Versorgung mit drahtlosem Internet auch zu finanzieren. UMTS und HSDPA hält Dirks dagegen nur für eingeschränkt interessant. E-Plus ist kein Vorreiter beim Ausbau des Netzes für mobile Datendienste. Dirks verweist auf die hohen Investitionskosten für den Ausbau des UMTS-Netzes. Als echte Alternative zu DSL sei UMTS deswegen nicht zu sehen. Der Vorschlag, freie Rundfunksequenzen für den drahtlosen Internetzugang einzusetzen, ist nicht neu. Bremsblock in der Entwicklung sind und bleiben aber die Rundfunkanstalten, die ihre Frequenzen nicht abgeben wollen. Ein politisches Tauziehen auf EU- Ebene entscheidet nun, wann auch ländliche Regionen auf Breitbandzugang zum Internet hoffen können. Comments
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